Mit Blut besiegelt, in „Zement gegossen“
In der Bibel steht, “vergiss nicht, was der Herr dir Gutes getan hat”. Und das ist auch richtig und gut so. Ein dankbares Herz ist sehr wichtig, denn es verändert unser ganzes Wesen.
Wenn man zurückblickt auf Situationen und Zeiten im Leben, in denen Gott eingegriffen, gerettet und erhalten hat, kommen zwangsläufig Erinnerungen an Dinge auf, die manch einer lieber vergessen würde. Und so kommt es, dass jemand, der eigentlich Gott danken wollte für vergangene Wohltaten, plötzlich von der Schuld oder Scham der Vergangenheit erneut bedrückt wird.
Aber das muss nicht so sein. Für unseren Vater im Himmel ist unser Saldo ausgeglichen – ein für alle Mal. Was er vergibt, ist vergeben, er holt es nicht jedes Mal wieder aus irgendeinem Eck hervor. Wenn er uns betrachtet, sieht er nicht einen Verurteilten, der auf Bewährung entlassen wurde, sondern jemanden, der völlig freigesprochen ist, weil jemand anderes die Schuld – Jesus – auf sich genommen hat. Wir sind, als wären wir nie angeklagt gewesen.
Wenn uns die Vergangenheit bedrückt, dann nicht, weil ER uns nicht vergeben hätte, sondern weil wir uns nicht vergeben. Ich glaube, dass es Gott wehtut, zu sehen, wie er uns durch seinen Sohn völlig frei gemacht hat und wir trotzdem innerhalb unserer unsichtbaren Gefängnismauern bleiben.
Diese Wahrheit der völligen Löschung unseres Sündenregisters ist etwas, das ganz tief in unser Herz verwurzelt werden muss, denn genau das ist der Hauptangriffspunkt des Widersachers. Das darf nichts bleiben, was wir nur mit dem Verstand verarbeiten. Es ist etwas, das uns vom Geist Gottes offenbart werden muss. Kein Prediger, kein Mitchrist, nicht ein einziger Mensch kann uns diese Wahrheit zur Gewissheit machen – das kann allein der Heilige Geist und nur auf direktem Wege ohne Umweg über Dritte.
Wenn du diese Gewissheit noch nicht hast – nicht nur ab und zu, wenn du gut drauf bist, sondern immer – dann bitte ganz einfach darum, dass dir diese Wahrheit so richtig tief in dein Herz “einzementiert” wird.
Kolosser 1,21-23a: Ihr wart weit von Gott entfernt, ihr wart seine Feinde; und eure Gesinnung zeigte sich in eurem bösen Tun. Doch nun hat er euch durch den Tod seines sterblichen Leibes zu seinen Freunden gemacht; er hat euch versöhnt, um euch heilig, rein und makellos vor sich treten zu lassen. Ihr müsst allerdings an dieser Wahrheit festhalten und euren Glauben bewahren. Ihr dürft euch auch nicht von der Hoffnung abbringen lassen, die euch mit dem Hören des Evangelium geschenkt wurde.
Schlagworte: Anklage, Freiheit, Freispruch, Jesus, Vergebung, Wahrheit
Mai 8, 2008 um 7:51
Liebe Gaby.
Danke für diese Gedanken.
Es ist inzwischen einer meiner Lieblingsverse in der Bibel.
“Vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat”.
Dankbarkeit hängt wohl immer mit einem lebendigen Glauben zusammen.
Liebe Grüße in den Abend.
Barbara